Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischöfin Kirsten Fehrs

Neujahrsbotschaft der Ratsvorsitzenden Kirsten Fehrs

„Dem guten Ende eine Chance geben“ - die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischöfin Kirsten Fehrs, erinnert zum Jahreswechsel daran, dass alles Leben eingebettet ist zwischen einem guten Anfang und einem guten Ende und wir deshalb hoffnungsvoll auf das neue Jahr 2026 blicken dürfen. Ihre Neujahrsbotschaft basiert auf der Jahreslosung für das Jahr 2026:
"Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!" (Offenbarung 21,5).


Liebe Leserinnen und Leser,
Manchmal passieren einem ja Dinge, die sind so überraschend, das kann man sich nicht ausdenken. Also, ich steige aus dem Zug und sehe am Bahnsteig einen Mann mit einer übergroßen Plastiktüte, der offenbar nach Pfandflaschen sucht. Von meiner Reise habe ich noch eine in der Hand und will sie ihm geben. Er dreht sich um. Vor mir steht ein älterer Herr, gepflegt und munter. Wir kommen ins Gespräch. Er ist weder arm noch obdachlos. Er findet nur, dass Pfandflaschen zu schade sind für den Müll. Vom Pfandgeld, erzählt er, kauft er Kinderbibeln. Für das Kinderhospiz, in dem er ehrenamtlich arbeitet. Unglaublich, oder? Flaschensammeln für Kinderbibeln!

Damit habe ich nicht gerechnet

Siehe, ich mache alles neu! In diesem Fall ist es mein Blick. Erwartet hatte ich eine traurige Gestalt. Verschattet und beschämt vor lauter Armut, mich rührt das immer an. Begegnet ist mir ein vermögender Mensch mit einem großen Herzen. Auf einem nächtlichen Bahnsteig. Bei all den schlechten Nachrichten jeden Tag habe ich damit tatsächlich nicht gerechnet.
Es stimmt ja, vieles in dieser Welt ist düster. Im Kleinen und im Großen. Der Umgangston kann erschreckend rau sein, auf der Straße und im Internet. Die Gewalt gegen Menschen, die anders sind oder anders denken, nimmt zu. Und auch dies: Firmen bauen Arbeitsplätze ab. Viel zu viele Menschen leiden und sterben in den Kriegen unserer Zeit. Die Despoten setzen auf Recht des Stärkeren. Die Schwachen verhungern. Die Meeresspiegel steigen. Und da mitten hinein sagt Gott: Siehe, ich mache alles neu!

Kann 2026 alles neu werden?

Macht er die Welt neu? Kann 2026 alles neu werden? Sollen wir das wirklich glauben?
Ja. Bitte! Weil diese Jahreslosung durch krisenhafte Zeiten trägt und stets neu die Augen öffnet für die Geschichten der Hoffnung, für die Kinderbibelkäufer vor unserer Nase.
Diese Zusage ist uralt und steht im letzten Buch der Bibel. Als der Text vor knapp 2000 Jahren entstand, wurden Christ*innen bedroht und grausam verfolgt. Sie rechneten jeden Tag mit dem Ende! Was ihnen in dieser inneren Not Hoffnung gab, fragen Sie? Sie blätterten zurück an den Anfang der Bibel. Erinnerten, dass Gott die Welt geschaffen hat als einen friedlichen Ort mit liebesfähigen und klugen Menschen. Eine Schöpfung, voller Schalom. Und siehe, das war sehr gut, sagte Gott. Im letzten Buch der Bibel nun wiederholt er diese Verheißung, ungebrochen: Weil es diesen guten Anfang gibt, wird es ein gutes Ende geben. Eine neue Schöpfung voll der guten Hoffnung. Trotz all der Angst und Gewalt sollen wir uns zu Herzen nehmen, dass unser Leben eingebettet ist zwischen diesem guten Anfang und einem guten Ende.

Das Neue beginnt hier

Siehe, ich mache alles neu! Jetzt. Und hier. Nicht nur im Jenseits. Siehe – schau hin! Ändere deinen Blick. Siehe – mit neuen Augen. Die Spuren des Guten sind doch längst in den Ritzen der Welt zu sehen! Und das Unmögliche wird möglich.
Beispiel gefällig? Denken an die Frauenkirche. Jahrzehntelang war diese Kirche ein Trümmerhaufen. Mitten in Dresden. Eine Wunde, ein Mahnmal gegen den Krieg. Wer hätte vor vierzig Jahren gedacht, dass diese Kirche wiederaufgebaut wird? Dass sie zu einem lebendigen Ort der Musik, Kultur, ja der Verständigung werden würde, in der Frieden neu gedacht wird? Aber Menschen ließen sich anstecken von dieser verrückten Idee. Sie gaben Geld und ihre Kraft. Weil sie an ein gutes Ende geglaubt haben – wider allen Augenschein. Unglaublich, oder? Aber wahr.
Diesen besonderen Blick gibt uns die Jahreslosung mit in die Zukunft. Ein Blick, der vom guten Ende her auf die Trümmer und Ungerechtigkeiten und Krisen und Flaschensammler unserer Tage sieht. Wer sagt denn, dass alles bleiben muss, wie es ist? Dass alles ist, wie es scheint? Dass nicht alles auch besser und gut werden kann?

Warum wir nicht alles schaffen müssen

Also: öffnen wir unsere Augen für die Fundgrube der Möglichkeiten. So viel Gutes gibt es zu entdecken. So viele freundliche Menschen kennen zu lernen. Überall, wo wir leben und arbeiten und unterwegs sind. Es braucht nur den wachen Blick dafür.
Und stellen Sie sich mal vor, jeder würde seine guten Gaben in diese Gesellschaft einbringen! Ganz aktiv. So dass in diesem Land die Barmherzigkeit reichlich Platz nimmt. Und die Würde eines jeden Menschen sein unantastbares Recht behält. So dass die Hassredner mit den kurzen Zündschnüren Hausverbot erhalten und die Leidenden getröstet werden. So dass es weder Tod, noch Geschrei, noch Schmerz mehr gibt…
Gewiss, diesen seligen Zustand werden wir in unserer Welt nicht erreichen. Aber unsere Welt wird heller, wenn wir den Abfälligkeiten unsere Mitmenschlichkeit entgegenhalten. Wenn die Traurigen dieser Tage Trost und die Heimatlosen Obdach finden – und die Sterbenden nicht alleine sind.
Zugleich gilt heute: unsere menschlichen Kräfte sind immer auch endlich. Deshalb steht da ja auch: Ich, Gott, mache alles neu! Das heißt: besonnene Gelassenheit möge uns im neuen Jahr leiten. Kein Stress, wir müssen nicht alles schaffen. Gott steht uns zur Seite!

„Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!“Offenbarung 21,5 Bild Jahreslosung

Mit offenen Augen und Armen ins Jahr 2026

So ist das doch ein wunderbarer Neujahrsvorsatz: Schlechtsehen wird abgestellt. Es wird hingeschaut, was gelingt. Was so unglaublich schön ist in unserem Leben. Wie jeder neue Anfang Hoffnung schenkt. So wie bei uns auf dem Dorf immer alle verzückt waren, wenn Kindkieken angesagt war und man ein Neugeborenes mit offenen Armen willkommen geheißen hat. Das wäre doch was fürs neue Jahr? Herzlich willkommen, liebes Neue Jahr 2026 - mit offenen Armen nehmen wir dich in Empfang. Und, siehe das ist sehr gut.

Ich wünsche Ihnen ein friedvolles, gesegnetes neues Jahr!

Bischöfin Kirsten Fehrs

Erntedank und 70 Jahre Christuskirche am 5. Oktober 2025.

Banner zum 70-jährigen Jubileum
Das von Karin Dachs und ihren Schülerinnen und Schülern gestaltete Banner zum Jubiläum.
Einzug von Kirchenvorstand, Regionalbischof und Pfarrer.
Der Kirchenvorstand, Regionalbischof und Pfarrer ziehen mit anderen Mitwirkenden in die Kirche ein.
Die musikalische Begleitung
Der Projektchor leitete den Gottesdienst ein.
Die musikalische Begleitung
Der Projektchor wurde geleitet von Dennis Scherer, der auch an der Orgel und am E-Klavier begleitete. Seine Partnerin ergänzte an der Flöte.
Der Regionalbischof Klaus Stiegler auf der Kanzel
Der Regionalbischof Klaus Stiegler aus Regensburg hielt eine vielbeachtete Predigt.
Regionalbischof und Pfarrer vor dem Altar.
Der Regionalbischof Klaus Stiegler und Pfarrer Christian Bernath beim gemeinsamen Fürbitt-Gebet.
Der Riedenburger Bürgermeister Thomas Zehetbauer
Der Riedenburger Bürgermeister Thomas Zehetbauer bei seinem Grußwort, in dem er die Christuskirche als festen Bestandteil der Stadt bezeichnete.
Der Altmannsteiner Bürgermeister Norbert Hummel
Auch in der Gemeinde Altmannstein ist die evangelische Gemeinde gut vertreten sagte der Altmannsteiner Bürgermeister Norbert Hummel in seinem Grußwort.
Der Regionalbischof Klaus Stiegler
Als Gastgeschenk erhielt der Regionalbischof Klaus Stiegler ein vom Kirchenvorstand vorbereitetes Dankeschön.
Pfarrer Christian mit dem Altmannsteiner Bürgermeister Norbert Hummel
Pfarrer Christian im Gespräch mit dem Altmannsteiner Bürgermeister Norbert Hummel.
Die Chrisuskirche am Ende des Gottesdienstes
Am Ende eines wunderbaren Gottesdienstes ein Blick auf die voll besetzte Christuskirche. Auch zwei Schwestern aus dem Kloster St.Anna waren unter den Gästen.
An der Kirchentüre
An der Kirchentüre verabschieden Pfarrer Christian - hier mit dem Riedenburger Stadtpfarrer - und der Regionalbischof die Gäste.
An der Kirchentüre
Hier der Regionalbischof Klaus Stiegler mit dem Altmannsteiner Bürgermeister Norbert Hummel.


Zelt am Kirchenvorplatz
Vor der Kirche war ein Zelt aufgebaut, wo sich die Besucher zum Erntedank-Essen niederlassen konnten.
Essensausgabe im Zelt
Im Zelt gab es eine delikate Suppe mit Trüffelöl, dazu Würstel und Bauernbrot.
Das Küchen-Team
Fleißige Helfer unter der Leitung von "Chefkoch" Jürgen Baer an der Essenausgabe.
Kuchenbuffet im Gemeinderaum
Im Gemeinderaum war ein großes Kuchenbuffet mit leckeren Kuchen-Spenden aufgebaut.
Im Gemeinderaum
Auch der Gemeinderaum war gut besucht, von Gästen die Kaffee und Kuchen genossen.
Luftballon-Start vor der Kirche
Die Feier endete mit einem Luftballon Start, den Kirchenvostherin Karin Dachs vorbereitet hatte.

Liederabend mit Jürgen Baer und Josef Dietl am 4. Oktober 2025.



Die musikalische Begleitung
In der voll besetzten Christuskirche erwartet die Besucher ein musikalischer Leckerbissen.
Beim Konzert
Frau Ulrike Baer führt in die folgenden Musik-Stücke ein. Am Klavier Josef Dietl mit Tenor Jürgen Baer.
Pfarrer Bernath dankt den Künstlern.
Am Ende des Konzerts bednakte sich Pfarrer Christian Bernath im Namen der Besucher für das tolle Konzert bei den Künstlern.

Gottesdienst an der Schambachquelle am 6.Juli 2025.

Gottesdienst im Grünen
Es war eine tolle Atmosphäre beim Gottesdienst an der Schambachquelle in Schamhaupten.


Die musikalische Begleitung
Rund 70 Menschen erlebten die Taufen von Samira (9Jahre) und Soraya Hagen (12 Jahre) aus Deising und feierten Taufgedächtnis.

Abend-Gottesdienst bei Thannhausen am 29. Juni 2025.

Abend-Gottesdienst bei Tannhausen
Am 29. Juni fand die Abendandacht unterm Lindenbaum im Einödhof Dohn bei Thannhausen statt.


Christi Himmelfahrt Gottesdienst am Grillplatz bei Sollern.

Gottesdienst im Grünen
Gottesdienst im Grünen.


Pfarrer Christian Bernath
Pfarrer Christian Bernath bei der Predigt.
Die Musikanten beimm Essen.
Die Musikanten lassen es sich eine Breze schmecken.
Die musikalische Begleitung
Die musikalische Begleitung Stefanie Kisker an der Flöte und Reinhart Schmidt am Keyboard.

EVANGELISCHES FORUM

Das „Evangelische Forum" ist eine Bildungseinrichtung im Dekanatsbezirk Ingolstadt und bietet ein abwechslungsreiches Programm für Erwachsene an — etwa Kurse, Vorträge oder Gespräche zu aktuellen Themen.
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